JSM & RM Schaffhausen 2010

08./09. + 13.-16. Mai 2010
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Piloten Berichte

Samstag 08.05.2010, 1. Tag:
Bei der Abfahrt am Samstag morgen in Dittingen war der Himmel bereits klar, die Sonne schien. Je weiter östlich wir kamen desto näher kamen wir der abziehenden Front. Das bessere Wetter machte sich jedoch bald auch im Schmerlat bemerkbar, so dass wir zur ersten Wertung starten konnten.
Aufgrund der vielen Flugzeuge dauerte die Startphase recht lange. Um 15:15 ging dann auch die Startlinie für die 18m-/Offene Klasse auf. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit entschied ich mich für einen raschen Abflug. Zusammen mit etwa acht oder neun anderen Flugzeugen nahm ich die Aufgabe um 15:22 in Angriff. 278 km waren zu bewältigen, Blumberg-Weidenstetten-Gächlingen. Auf Kurs, im Bereich, Tuttlingen hatte es bereits geschauert, die Wolken dort waren recht bodennah. Als Varianten blieben die Alb-Nordkante oder die Ebene südlich der Donau, was mir jedoch recht weit ab vom Kurs erschien. Aufgrund der guten Entwicklung entschied ich mich für die nördliche Variante, was Phasenweise auch sehr gut ging. Bei Farrenberg standen wir jedoch an der grossen Abdeckung an, welche die gesamte Alb Richtung Osten abdeckte. Südlich von mir, war alles blau, aber nicht entwickelt, da es offenbar auch hier bereits geregnet hatte. Ich parkierte hier erstmal. Langsam zog die Abdeckung gegen Osten weiter und es entwickelten sich Richtung Übersberg kleine Cumuli. Jedoch war die Entwicklung sehr zaghaft und ein vernünftiges Weiterkommen kaum möglich. Als Optionen blieben mir ein ein Queren der Alb nach Süden oder das Zurückfliegen. Die Cumuli im Süden standen deutlich südlich der Donau und der Weiterflug im Süden zur Wende schien aus dieser Perspektive auch fraglich, so dass ich mich zur Umkehr entschied. Der Rückflug nach Schaffhausen war dann recht problemlos.

Sonntag 09.05.2010, 2. Tag:
Nachdem es in der Nacht auf Sonntag noch geregnet hatte war es entsprechend feucht. Es sollte sich jedoch ein kleines fliegbares Fenster in der Bodenseeregion und nördlich davon auftun. Ausgeschrieben war ein 2h AAT mit den Wenden Hayingen-Geisingen-Amlikon. Die Wendekreise waren gross bemessen, so dass entsprechende Alternativen zur Verfügung standen.
Nach dem Schlepp konnte ich mit guten Steigwerten zur Basis steigen. Die Optik gegen Osten liess auf einen schönen Flug hoffen. Aus Westen schob sich jedoch sehr rasch hohe Bewölkung hinein, welche die Thermik im Bereich der Abfluglinie markant abschwächte. Leider war die Linie noch nicht offen und nach einigen erfolglosen Suchkreisen entschied ich mich gegen Osten unter die noch vorhandenen Cumuli auszuweichen um wieder vernünftig zu steigen. Als ich wieder oben war glitt ich sofort zur Startlinie und flog mit ca. 20 min Verspätung auf die anderen ab. Phasenweise konnte ich die Konvergenz welche sich zwischen einer Schauerlinie im Norden und etwas mehr Einstrahlung im Süden auftat noch nutzen. Das Wetter baute in der Folge durch die Abdeckungen jedoch recht zügig ab, so dass ich dann bei Mengen leider den Motor ziehen musste.

Fazit: Die beiden Tage waren geprägt durch schwieriges Wetter. Vor allem am Sonntag war es meiner Meinung entscheidend nicht zu spät abzufliegen, um eine Chance zu haben, den Flug im zur Verfügung stehenden Wetterfenster zu vollenden. Spass hat’s trotzdem gemacht, hoffen wir auf homogeneres Wetter am nächsten Wochenende.

 Pascal Jerman, 09.05.2010

 


Der Tag beginnt mit reichlich Restfeuchte aber wesentlich besser als sich auf Grund der Vortage erwarten liesse. Kurz nach Mittag begint der Schleppbetrieb. Dank kurzer Schlepps sind die 57 Teilnehmer innert 2 Stunden in der Luft. Angesagt ist ein Ziel- Rückflug nach Ulm -West über 260 km.

Nach dem Klinken geht es rasch unter die Basis. Richtung Abflugpunkt in Blumberg sind diverse Flugzeuge der zuvor gestarteten JSM Klasse bereits in verschiedenen Höhen und Tiefen anzutreffen. Das Steigen ist unübersichtlich organisiert und schwach. Nach einigem Herumsuchen, während dem die Startlinie geöffnet wird, gelingt mir der Anschluss an eine Wolkenstrassse, welche gegen Osten Verläuft.

Die schönen, schwarzen Konturen lassen gute Steigwerte erwarten, die aber nicht eintreten. Richtung elf Uhr, bei Tuttlingen, geht schon der erste Schauer nieder. Also abgedreht Richtung Südosten, unter dem schwarzen Sack durch an die Sonne. Zwischen Neuhausen ob Eck und Stahringen geht es manierlich; der Anschluss an die wirkliche Wolkenstrasse ist geschafft.

Ich habe jedoch den Eindruck, dass diese zuviel südlich verläuft und sich bereits weitere Schauer voraus entwicken. Ich entscheide, den Sonnenflecken, die mehr auf Kurs liegen, zu folgen – ein entscheidender Fehler! Ich tapppe voll in die Falle. Zwar fliege ich noch stolz an einem mit 7 Flugzeugen reich bestückten Aussenlandefeld (!) vorbei, bevor es mich in Leibertingen blitzartig abstreift….. Die Sonne war zwar da, aber es hatte auch hier geregnet, sodass sich keinerlei Thermik entwickelte.

So schnell geht das!
 Ruedi DemmerLE
 


Schon einige Tage vor Beginn der RM waren die Wetterprognosen fürs Wochenende nicht sehr optimistisch. So sind denn auch schon auf der Hinfahrt zum Flugplatz einige Konkurrentinnen und Konkurrenten durch Regenschauer gefahren. Aber dennoch kam es in allen drei Klassen zu einer Wertung.

Die Aufgabe der gemischten Klasse war ein Flug nach Ulm und zurück, 263 km. Um 13.00 Uhr begann der Start, 2 Stunden später waren alle 55 Flugzeuge in der Luft. Das Wetter wurde sehr unterschiedlich beurteilt. Noch am Boden stehend stimmte uns ein Blick gegen den Himmel eher skeptisch. Viel Feuchtigkeit, hohe Wolkenschichten, schwarze Wolken über dem Schwarzwald. Der erste Schlauch nach dem Klinken ergab aber bereits Steigwerte von über 2 m/s. Dies liess mein Herz höher schlagen und auch in Richtung Wendeort sah es ganz passabel aus. Mit viel Zuversicht überflog ich um etwa 14.40 Uhr auf 1900 m die Startlinie. Von Anfang an war mir klar, dass man ständig offen sein musste für verschiedene Varianten. Ohne nur geringsten Aufwind zu erwischen, glitt ich bis kurz vor Neuhausen ob Eck, wo ich mit Roman Stutz zusammen etwa 300 m über Grund leichte Thermik zwischen 0.5 und 1 m/s erwischte. Wieder auf 1200 m angelangt war klar, dass weiterfliegen auf Kurs zu riskant war und ich entschloss mich 90° vom Kurs nach rechts Richtung Stockach zu fliegen. Auf 900 m fand ich gutes Steigen. Von nun an ging es immer südlich vom Kurs ganz gut bis zur Wende. Auf dem Rückflug erwischte ich die Thermik weniger gut und musste mich oft mit recht kleinen Steigwerten zufrieden geben. Etwa 35 km vor der Ziellinie stieg ich nochmals mit mittlerem Steigen von 1100 auf 1200 m. In Richtung Ziellinie sah es Richtung Blumberg eher dunkel mit nicht mehr aktiver Thermik aus. So entschloss ich mich etwas südlich weiterzufliegen. Als ich in der Region Engen etwas zurückschaute, beurteilte ich die von der Sonne bestrahlten Waldhänge mit den sich darüber befindenden Cumuli als eine sichere Variante noch die letzten Höhenmeter zu erklimmen und anschliessend noc ganz zurückzufliegen. Doch erwies sich dieser Entscheid als sehr unglücklich, denn ausser etwas Schütteln erwischte ich gar nichts mehr. So entschloss ich mich, in Richtung Hilzingen zufliegen. Auf diesem Weg war ich nun allerdings nicht mehr so hoch und ich fand keine auswertbare Thermik mehr. So endete ein spannender aber anspruchsvoller Flug auf dem Fluglatz Hilzingen.

9. Mai 2010 · Andi Leutenegger


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Segelflug Gruppe Schaffhausen